Blumen und Tomaten

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Darf man Puppenspieler anzünden?

Warum Puppenspieler keine geschützte Rasse sind oder Der Rassismus an sich

(2016) Vorbemerkung: Der Rassismus an sich hat es schwer, weil wissenschaftlich erwiesen ist, daß es bei Menschen gar keine Rassen gibt. Anders bei den Hunderassen. Deswegen kann man einen Pudel mit „Du Pudel, du!“, beleidigen. Was so eine Hunde-Seele allerdings kaum juckt.

  1. Der anerkannte Rassismus

Anerkannten Rassismus gibt es bei Juden, Schwulen, Lilliputanern, Afro-Menschen – auch Neger genannt, Asiaten, Roma, Türken, Polen, Sachsen, Schwaben, Frauen. Ähnlich wie beim Feldhamster haben unsere Vorväter z.B. Juden stark dezimiert, jetzt müssen wir sie schützen, damit sie nicht ganz aussterben. Bei Frauen ist das ein bißchen anders, aber man soll sie trotzdem nicht zu viel schlagen, anspucken oder zur Fortpflanzung zwingen. Sie sind ja auch nützlich.

Man darf nicht sagen „Du Jude“, auch nicht „Du schwule Negerfrau!“ Erlaubt ist dagegen „Du Roma!“

2. Der nicht anerkannte Rassismus

ist notwendig für eine ausgeglichene Volkspsyche, irgend-wo muß Dampf raus. Eine nicht offiziell geschützte Minderheit sind die

Puppenspieler

Über die denken alle, daß sie es nur nicht zum Schauspieler geschafft haben. Das hält sich eisern als Gerücht und gehört also zum nichtmateriellen Kulturerbe.

Mit dem Puppenspieler darf man ne Menge machen. Nicht grad anzünden, aber sonst ist viel möglich. Man stelle sich vor, zur deutschen Wiedervereinigung hätte man bei der Zusammenlegung der beiden jüdischen Gemeinden Berlins zwei Drittel der Bezüge gestrichen. Da hätte die Weltpresse doch Bürgermeister Momper gleich mit Hitlerbärtchen gezeigt.

Bei Puppenspielern war das gar kein Problem, da wurde ihnen die Umwandlung des Ostberliner Staatspuppen-theaters ins Projekttheater SCHAUBUDE erst mit Budget-Erhöhung schmackhaft gemacht – um ihnen dann einfach zwei Drittel des Budgets wegzunehmen, so daß der Laden gar keine Stücke mehr produzieren, sondern nur billig einkaufen kann. Und was passierte? Gar nichts. Sind eben nur Puppenspieler.

Was? Die Puppenspieler sollten auch als RICHTIGE Minderheit anerkannt werden? Sie sind ja auf dem Wege: Ähnlich wie bei Muslimen bildet sich manchmal innerhalb der Puppen-Parallelgesellschaft eine Hierarchie und macht, was sie will. Zum Beispiel einen fertig, weil zu kritisch. Aber wenn bei Muslimen jemand „folklorespezifisch“ heiraten soll und dagegen aufmüpft, greift der Staat gegen soviel Folklore mittlerweile ein und unterstützt den Aufmüpfer - wenn dagegen einer nicht will wie die Puppen-VIPs und sie den Frechling dafür in die Pfanne hauen, und ihm z.B., wie es heute so beliebt ist, einen Mißbrauch anhängen, ist der Staat klar auf VIP-Seite. Und als die Puppen-VIPs kürzlich unter sich ausmachten, wer den SCHAUBUDEN-Chefposten jetzt kriegt, nicht unbedingt der Kompetenteste, sondern der, der den VIPs dabei hilft, noch vipper zu werden und Aufmüpfigen vom Puppenspielervolk den Daumen zu zeigen, da leistete der Senat kräftig Schützenhilfe – für die Mullahs... äh für die Puppen-VIPs..